Johannisbeere

Johannisbeere Krankheiten

 

Auch der Strauch der Johannisbeere kämpft mit Krankheiten

Natürlich treten die Krankheiten, die alle Zier- und auch Nutzpflanzen in den Gärten bedrohen, auch bei der schwarzen, roten oder weißen Johannisbeere auf. Hier gibt es teilweise Triebsterben und die so unheimlich wirkende Blattfallkrankheit, die äußerst schleichend vor sich geht. In so manchem Fall hat hier ein Zurückschneiden der betroffenen Sträucher geholfen.

 

Diese Problematik der Johannisbeere und ihren Krankheiten betrifft nicht nur die Johannisbeere als Nutzpflanze, die, auch ohne dass man sich großartig um sie kümmert, hervorragende Fruchterträge abliefert, sondern auch die Blutjohannisbeere und die Zierjohannisbeere, die lateinisch bei den Botanikern Ribes sanguineum heißt. Ein Name, der uns daran erinnert, welche großen Kraft beim Kampf gegen die Krankheiten des Menschen das Pflänzlein aufbringt.

 

Läuse sind die häufigste Ursache für Krankheiten der Johannisbeere


So gibt es zum Beispiel die Johannisbeerblasenlaus, deren Anwesenheit man vermuten kann, wenn sich, gekräuselte, rötliche, wie Blasen aussehende Blattverformungen sehen lassen, die selbst den Fachmann auch an eine Pilzkrankheit denken lassen würden. Diese Auswüchse aber stammen von Cryptomyzus ribis, die von dem Zeitpunkt an, wo die Triebe beginnen auszuschlagen, also im Frühjahr bis zum Frühsommer, des Öfteren die Unterseite der Blätter besucht, und, auch in größeren Läusekolonien, saugt. Später bekommen die Läuse Flügel, sie wechseln dann zu anderen Pflanzen, um im Spätsommer erneut zu den Johannisbeeren zurückzukehren und ihre Eier abzulegen. Man muss gegen diese Besucher eigentlich nichts unternehmen, sollten sie jedoch in zu großer Zahl auftreten, kann man mit Rapsöl einiges erreichen.

 

Dann gibt es ebenfalls, speziell bei Schwarzen Johannisbeeren den Säulenrost, lateinisch Cronartium ribicola. Man erkennt den Befall durch diesen bösartigen Pilz, der auch andere Baum- und Straucharten befällt, an den fleckenartigen Verfärbungen der Blätter. Einer der Wirte dieses Pilzes ist die fünfnadelige Kiefer, wie z. B. die Weymouthskiefer, Zirbelkiefer u. a., hier bemerkt man, dass der Baum befallen ist, wenn man eine spindelförmige Anschwellung von Ästen oder Stammteilen beobachtet. Gegen diese Krankheit kann man vorgehen, indem man die Blätter, die befallen sind, bis zum Herbst verschwinden lässt, damit die Sporen nicht übertragen werden können.

 

Die Mehltaugefahr bei Johannisbeeren ist groß


Eine große Gefahr für die Johannisbeere unter den Krankheiten ist auch der Mehltau. Hier besonders der amerikanische Stachelbeermehltau, der lateinisch Sphaerotheca mors uvae heißt. Diese Krankheit der Stachelbeeren kommt auch bei Johannisbeeren vor. Man erkennt sie daran, dass die Früchte und Triebe von feinem weißen Gespinst umgeben werden, das sich dann langsam zu einer braunen Masse auswächst. Die befallenen Früchte reifen nicht weiter, befallene Triebe sterben, ihr Wachstum ist rückläufig. Gegenmaßnahmen sind die Pflanzung resistenter Arten sowie das sorgfältige Zurückschneiden.