Johannisbeere

Johannisbeere schneiden


Johannisbeeren gut zu schneiden, ist die halbe Ernte

Der Strauch der Kanstraube ist ein durchaus robuster. Beschneiden des Busches ist wahrhaftig die Hälfte der Ernte. Weil der Strauch eben so stabil und vital ist, kann man gar nicht viel falsch machen. Der Zuschnitt erfolgt im Frühjahr, an frostfreien Tagen kann sogar schon ab Januar beschnitten werden. Der Beschnitt ist ausgesprochen wichtig für ein Wachstum mit großem Anteil an Früchten. Der Strauch benötigt an allen Trieben Licht, ist er innen zu sehr verwachsen, werden auch die Fruchttrauben entsprechend kleiner.

 

Es ist also erforderlich bei dieser Pflanze, der Ribes rubrum, im bayerischen auch Ribiserl genannt, schon kurz nach dem Anpflanzen recht radikal vorzugehen, was das Beschneiden anlangt. Am besten schneidet man die Pflanze auf vier bis fünf Triebe zurück, man nimmt also die Überzähligen ganz heraus. Die fünf oder sechs Triebe, die nun übrig geblieben sind, werden jeweils, ohne Hemmungen, – es ist dem Wachstum nur förderlich – um ein wenig mehr als die Hälfte eingekürzt. Hat die Pflanze von vornherein nur weniger als vier Triebe gehabt, ist es anzuraten, diese bis auf zwei kleine Knospen komplett zu kürzen. So ist garantiert, dass schnell neue Triebe nachwachsen und der kleine Strauch schneller zu einem großen, ertragreichen Busch wird.

 

Ein großer Johannisbeerbusch macht mehr Arbeit

 

Dies war auch der Grund dafür, warum in der Renaissance und schon dem frühen Mittelalter der Ribes rubrum in einer seiner etwa einhundertsechzig Spielarten in vielen Lustgärten auf der ganzen Welt zu finden war und ist. Nicht nur die wohlschmeckenden Früchte für die Spaziergänger, die des Weges liefen, waren der Grund, sondern auch durchaus die Formbarkeit der Sträucher, neben ihrem erstaunlichen Wachstum und ihrer Genügsamkeit.

 

Alte Triebe der Johannisbeere muss man schneiden


Die besten Früchte der roten und weißen Johannisbeere entstehen an den ein- bis zweijährigen Seitentrieben. Genau das ist der Grund, warum der Busch stark beschnitten werden muss. Es geht darum, das Wachstum der Fruchttriebe zu fördern, die von den Haupttrieben abzweigen. Also sollte man, übrigens durch das ganze Jahr hindurch, bis auf den Winter mit Frost natürlich, die ältesten Triebe dicht über der Erde abschneiden. Im Gegenzug gibt man etlichen jungen, kräftigen, saftigen Trieben die Chance, sich zu entwickeln. Alle schwächlichen, neuen Triebe, die zur Mitte, der Basis des Strauches hinwachsen, sind ebenfalls zu entfernen. Der Busch dankt es. Die später fruchttragenden Triebe sollten nicht zu dicht stehen, sodass alle Zweige später genügend Licht erhalten. Ein Busch, der großen Fruchtertrag liefert, hat in der Regel etwa zehn bis dreizehn Haupttriebe. Zweige, die schräg ins Innere des Busches wachsen, sollten ebenfalls unnachgiebig entfernt werden.