Johannisbeeren entsaften

johannisbeeren-entsaftenJohannisbeeren entsaften – Gesundheit bewirken

Gerade, wenn eine Erkrankung der Atemwege vorliegt, ist der Saft der Johannisbeere ausgezeichnet geeignet, die Krankheit zu bekämpfen, er heilt und stärkt die Atemwege ganz ungemein, ist jedem industriell gefertigten Arzneipräparat grundsätzlich vorzuziehen. Die Wirkstoffe, die sich in Johannisbeersaft befinden, sind jedoch von großer Zahl und breitflächiger Wirkung.

Die schwarze Johannisbeere, die nur noch selten wild in Deutschland wächst, früher an vielen Wald- und Wegesrändern zu finden, war zum Beispiel auch unter dem Namen Gichtstock bekannt, weil ihr Genuss bei dieser Krankheit half. Die Inhaltsstoffe der Johannisbeere, Ribes rubrum als botanischer Name, sind auch ausgezeichnet zur Vorbeugung in Bezug auf Herz- und Kreislauferkrankungen, der Saft geht gegen sogenannte freie Radikale an, das heißt, er ist gut im Kampf gegen den Krebs. Vor allem der Farbstoff Quercetin wirkt vorbeugend gegen Dickdarmkrebs.

Zum Wohlsein – Johannisbeeren entsaften

Natürlich erweckt solch ein leckerer und gesunder Saft auch das Interesse der Wein-, Schnaps- und Likörtrinker. Aus diesem Interesse heraus entstanden schon im siebzehnten Jahrhundert in Österreich die ersten alkoholischen Getränke aus Ribiselsaft. Der Beerenlikör zum Beispiel ist recht einfach selbst herzustellen. Man nimmt einfach der Menge der Beeren entsprechend (hier fünfhundert Gramm) genügend Zucker, (hier etwa zweihundertfünzig Gramm weißen Kandiszucker) dazu eine aufgeschlitzte Vanilleschote, mischt die Beeren und Zucker und Vanille mit einer Flasche Korn, füllt es in ein geschlossenes Behältnis und lässt es etwa neun Wochen an einem schattigen, kühlen Ort, zum Beispiel im Keller, stehen.

Statt Korn ist es auch möglich, Wodka zu verwenden, der Schnaps sollte geschmacksneutral sein. Sicher funktioniert es aber auch mit einem alten Brandy oder weißem oder braunen Rum. Schließlich seiht man die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder auch durch ein gröberes Leinentuch und erhält einen ausgesprochen fein schmeckenden Weinlikör. Die Vanilleschote gibt den letzten Pfiff. Auch Wein lässt sich aus Johannisbeersaft keltern. Hier lässt man den Saft, vermischt mit Zucker und Wasser sowie Gärhefe in eigens dafür produzierten Gärfassern mit entsprechendem Gäraufsatz ziehen. Durch die Hefe und den Zucker und natürlich mit dem Saft entsteht wie bei allen Weinen Alkohol. Nach etwa zwei Monaten ist die Gärung abgeschlossen und der Wein wird gefiltert in einen anderen Ballon gefüllt. Hier ruht er noch eine Zeit und wird dann auf Flaschen gezogen.

Vom Strauch zum Johannisbeeren entsaften

Möchte man sich seine Johannisbeeren selber züchten, sind einige Tricks, vor allem was das Beschneiden angeht, zu beachten. Ein gesunder, reichlich Früchte tragender Baum hat etwa zehn bis dreizehn Haupttriebe. Alles andere ist zu viel.