Schwarze Johannisbeere

schwarze-johannisbeereDer asiatische Bruder der roten Johannisbeere

Die schwarze Kanstraube, Meertrübeli in der Schweiz oder Träuble in der Pfalz, gedeiht vor allem in Asien. Aus China gelangt die Beere in vielerlei Form auf den internationalen Markt. So gibt es sie in getrockneter Form vor allem aus China und aber auch Kanada. Doch aus Polen gelangen getrocknete, schwarze Johannisbeeren zu uns. Es gibt sie in Pulverform und tiefgefroren. Die Schwarze Johannisbeere ist genauso wohlschmeckend wie ihre rote Verwandte.

Der Ursprung der Pflanze konnte bis dato noch nicht einwandfrei bestimmt werden, viele Forscher nehmen jedoch an, dass die ersten Pflanzen in nordischen Gefilden, also in Nordeuropa wuchsen. Heute findet man die Büsche in den gemäßigten Zonen Europas, überwiegend kultiviert in Hausgärten. Die Zahl der wild wachsenden Pflanzen ist stark zurückgegangen. Wenn, dann findet man die Beere noch an Wald- und Wegrändern. Man kannte den Busch, der bis zu zwei Meter hoch werden kann, in früheren Zeiten auch als sogenannten „Gichtstock“ denn er soll bei dieser Krankheit ausgesprochen wirkungsvoll gewesen sein und ist es wohl immer noch. Auch anderen Krankheiten ist mit dem Genuss der Beere gut vorzubeugen.

Schwarze Johannisbeerblätter, Folia Ribis nigri

Auch die Blätter, die Folia Ribis nigri, des Busches der schwarzen Ribiserl sind ein hochwirksames Medikament, das man schon sehr lange kennt und für die unterschiedlichsten Anwendungen schätzt. Obwohl nach einigen Forschern angeblich keine Verwendung der Frucht zu medizinischen Zwecken bis in achtzehnte Jahrhundert hinein zu vermerken gewesen wäre, sprechen andere Quellen von einer Verwendung der Pflanze schon in alten Hochkulturen, lange Jahre vor der Zeitenwende im Jahre Null. Der schwarze Johannisbeerstrauch kommt in den gemäßigten Zonen Europas vor, die Früchte erntet man gewöhnlich um den Johannistag im Juli herum, daher hat die Beere auch ihren deutschen Namen. Waren die Beeren reif, wusste man mit Sicherheit, dass es Sommer ist.

Die Blätter des Stachelbeergewächses wurden allerdings schon bereits im Frühjahr geerntet, wenn sie noch eine kräftig hellgrüne Farbe haben. Am besten, so sagen die Heilkundigen, die Naturkundler und auch die Schamanen und Kräuterfrauen, soll man die Schwarze Johannisbeere mit seinen Blättern im Frühjahr während des zunehmenden Mondes oder noch besser kurz vor dem Vollmond ernten, da die Energie, die sie gesammelt haben, zu diesem Zeitpunkt am Höchsten ist. Aus diesen Blättern der Schwarzen Johannisbeere nun ist es möglich, einen sehr gesunden Tee zu bereiten, der ein wenig Harn- und schweißtreibend wirkt, und, wie man hört, auch eine flüssigkeitsausschwemmende Wirkung hat, was das Blutvolumen reduzieren soll und dadurch zu einer Blutdrucksenkung beitragen würde.